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Aktuelle Einträge
In der Hochschule

Alfred Brendel Vortragsreihe

(veröffentlicht unter «Rezensionen» und «Konzert» um 23:54)

Zwei der insgesamt drei Abende der Vortragsreihe von Alfred Brendel in der Münchner Hochschule für Musik und Theater sind vorüber – ein kurzer Kommentar:

Der erste Vortrag war interessanter als der zweite. Am 9. Dezember ging es um Homor in der Musik. Brendel sprach v. a. über Haydn und brachte einige Klangbeispiele am Klavier. Phaszinierend, wie er es innerhalb kürzester Ausschnitte schaffte, die Athmosphäre des Stücks zu charakterisieren. Meiner Meinung lag es aber hauptsächlich an seiner Interpretation – also vor allem an der Gestik und Mimik –, dass sich der Humor dem Publikum mitteilte. Weniger im eigentlichen Notentext. Das wiederum wirft natürlich die Frage auf, was die eigentliche Musik denn nun ist: die verschriftlichte Komposition oder erst die praktische Interpretation. Blieb am Ende nur die Feststellung dass Brendel bei Mozart, der gemeinhin auch als humoristischer Komponist gilt, keine solchen Elemente (in der textlosen Musik) entdecken konnte.

Der zweite Vortrag am 11. Dezember behandelte den Charakter der Musik. Als ob man die Position, Musik könne einen immanenten Charakter besitzen, verteidigen müsste! Die eigentliche Vortragsaussage blieb während des ganzen Abends unklar und deswegen mäanderte sich Brendel von Beispiel zu Beispiel (meist waren es ohnehin nur Beethoven-Klaviersonatenexzerpte). Imponierend war jedoch – noch stärker als zwei Tage zuvor – die sofortige Präsenz des musikalischen Gehalts von der ersten Note der meist nur wenige Takte umfassenden Beispiele.

Es folgt nun noch der dritte Abend im Februar über Spielgewohnheiten und Interpretation. Bericht folgt!


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Auch ohne Filmmusik gibt’s schöne Filme

Bal – Honig

(veröffentlicht unter «Filmmusik», «Rezensionen» und «Film» um 23:48)

Das war ein besonderes Erlebnis: ein Überraschungsfilm, der auf voller Länge überzeugen konnte. In „Bal-Honig“ geht es um eine Familie, genauer, um den einzigen Sohn. Er ist wohl Autist, das stellt sich erst später heraus. Aus seiner kindlichen Perspektive wird das Leben eines Honigsammlers in der Türkei gezeigt. Gesprochen wird kaum, Musik gibt es gar nicht.

Mit dieser Einstellung beginnt der Film – erst am Ende wird klar, was passiert. Diese filmische Kostbarkeit möchte ich allen Lesern ans Herz legen, es ist ein wunderbarar und ruhiger Film.


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Deutsches Historisches Museum

Berliner Spätsommer (4)

(veröffentlicht unter «Privat» um 17:20)

Ein Glück, dass mir Britta noch riet, das Deutsche Historische Museum zu besuchen, bevor mein Flug zurück nach München ging. Es hat sich gelohnt. Die Ausstellung (ich besuchte nur den Teil nach 1900) ist sehr gut-, vielleicht sogar überstrukturiert aber derart objektreich, dass es schwer fiel, sich in nur zwei Stunden einen Überblick zu verschaffen. Die Sammlungstücke der NS-Zeit waren die interessantesten. (Bitte die lausige Photoqualität entschuldigen – es war nur ein altes Telephon verfügbar.)

Ein Glück, dass man da heute nicht mehr dabeisein muss…

Am Ende, in München angekommen, gab es noch den unvermeidlichen Schuhbeck zur Begrüßung:


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Bodemuseum

Berliner Spätsommer (3)

(veröffentlicht unter «Privat» um 17:19)

Die geglückte Renovierung des Bodemuseums ging durch alle Medien und muss hier nicht wiederholt werden. Es war aber in der Tat ein großartiges Erlebnis, das Geäude zu durchschreiten. Einige Ausstellungsobjekte erregten Aufmerksamkeit.


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Entführung

Berliner Spätsommer (2)

(veröffentlicht unter «Rezensionen», «Privat» und «Oper» um 17:18)

Das Bild ist zwar unmöglich, phantastisch dagegen war die Aufführung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“. Überschlichte Bühne und gute Sänger. Sogar Britta konnte Mozart eine Kleinigkeit abgewinnen…

 


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Impressionen

Berliner Spätsommer (1)

(veröffentlicht unter «Privat» um 17:17)

Der Berlinaufenthalt mit Brittabesuch und Michiprobe war rundrum erfreulich. Einige Bilder können das hoffentlich unterstreichen:

Zunächst gab es am ersten Tag einen Aufenthalt auf einem Parkhausdach, genannt Deck 5. Gute Aussicht, guter Spritz, gute Musik und gute Leute.

Hauptanlass war ja die Uraufführung des Stückes Volaticus von Michael Gumpinger, das ich „Co-Orchestriert” und für das ich den Notensatz übernommen hatte. Geprobt wurde in einer Kirche, die Aufführung fand im Flughafen Tempelhof statt. In der Stadt trafen wir dann noch auf den Regierenden Bürgermeister…

Ausgangspunkt und Heimathafen war die Wohnung von Britta in Prenzlauer Berg, mit schönem Blumenbalkon und Sonne, aber auch Flugzeuge im Landeanflug auf Tegel.


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