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Einträge der Kategorie Film
Filmkritik

22 Bullets gegen The Tourist

(veröffentlicht unter «Rezensionen» und «Film» um 14:25)

Die beiden Filme sind natürlich nicht zu vergleichen, und doch soll das hier schnell geschehen, einfach aus dem Grund, dass es die beiden letzten Filme waren, die ich im Kino gesehen habe. Den letzten, 22 Bullets, heute Abend, den anderen, The Tourist, vor drei.

Um es nicht allzu spanndend zu machen: gewonnen hat eindeutig die französische Produktion 22 Bullets. Äußerst spannend, elegant gefilmt, womöglich zu brutal schildert der Film die Rache des eigentlichen Mafiaaussteigers Charly Matteï, dargestellt von Jean Reno. In der Eröffnungssequenz wird man zunächst im Unklaren gelassen, ob die goldlichtüberstrahlten Figuren nun bald Opfer werden oder doch dem Täterkreis zuzurechnen sind. Ein Anschlag, danach der Rachefeldzug, mit kleinen Episoden aus dem Leben des einstigen Parons von Marseille.

Ein wirklich großer Flop war The Tourist. Die Kritiken waren ja bereits unmöglich, doch lasse ich mich davon meistens nicht beirren und habe auch gelegentlich eine andere Meinung. Nur diesmal sollten die Kritiker Recht behalten; vor allem der Artikel von Christof Siems in der Zeit beschreibt den Film treffend. So schön Angelina Jolie auch gefilmt wird, so fad, lustlos, unemotional und unglaubwürdig bleibt der Film. James Newton Howard war für die solide Musik zuständig und arbeitete anständig. Bleibt zu hoffen, dass der berühmte Regisseur doch wieder das Genre wechseln möge und Agentenfilmen Spezialisten überlässt.


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Auch ohne Filmmusik gibt’s schöne Filme

Bal – Honig

(veröffentlicht unter «Filmmusik», «Rezensionen» und «Film» um 23:48)

Das war ein besonderes Erlebnis: ein Überraschungsfilm, der auf voller Länge überzeugen konnte. In „Bal-Honig“ geht es um eine Familie, genauer, um den einzigen Sohn. Er ist wohl Autist, das stellt sich erst später heraus. Aus seiner kindlichen Perspektive wird das Leben eines Honigsammlers in der Türkei gezeigt. Gesprochen wird kaum, Musik gibt es gar nicht.

Mit dieser Einstellung beginnt der Film – erst am Ende wird klar, was passiert. Diese filmische Kostbarkeit möchte ich allen Lesern ans Herz legen, es ist ein wunderbarar und ruhiger Film.


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Tarantino auf Deutsch

Inglourious Bastards

(veröffentlicht unter «Rezensionen» und «Film» um 14:53)

Ein gutes Filmerlebnis. Spannend, witzig, erschreckend und neu.

Mit internationaler Starbesetzung und etlichen deutschen Prominenten Schauspielern kam Inglourious Bastards endlich in die Kinos. Im City zeigten sie schon monatelang vielversprechende Vorschauen, aber etliche Besuche der Sneak-Preview warn (hinsichtlich dieses Films) leider vergeblich. Also anstänig Karten gekauft…

 

Brad Pitt

Er hatte nicht viel zu tun, außer gefahrvoll zu wirken. Das erledigte Brad Bitt aber mit Bravour.

Daniel Brühl

Endlich einmal nicht zu sentimental wusste auch Daniel Brühl zu überzeugen.

Diane Krueger

Frau Krueger spielte Bridget von Hammersmark. Sie ist die schwächste Darstellerin des Ensembles. Womöglich lag es an der deutschen Synchronisation, womöglich an Spielanweisungen des Regisseurs; – auf jeden Fall wirkte sie hölzern und nicht authentisch. 

 

 

Christoph Walz

Den Vogel schoss aber Christoph Walz als SS-Offizier ab. Die beklemmende und lange erste Szene ist ein Bravourstück. Phantastisch.

 

 

 


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Filmmusik-Kritik

Krabat

(veröffentlicht unter «Filmmusik», «Rezensionen» und «Film» um 01:24)

Komme gerade aus dem Kino, und habe im spärlich besetzten Leopold Krabat gesehen. Ich hatte mich schon lange vorgefreut, weil das zur Grundschulzeit gelesene Buch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Während der letzten Tage kamen Zweifel auf: der Trailer war nicht verlockend, und die Kritiken versprachen auch nichts gutes, sodass ich mich mit geringen Erwartungen aufmachte.

Zu Unrecht! Nicht zu schnell und nicht zu langsam erzählt Kreuzpaintner die Geschichte, neben den guten Bildern kann auch jeder der 12 Geschworenen Gesellen seinen eigenen Charakter zeigen. Alles ist schmutzig und nicht geschönt, vor allem aber schleicht sich die Magie angenehm unaufdringlich in den Film hinein: im Gegensatz zu den Harry Potter-Filmen wirkt die Magie hier nicht wie Sternchen mit Celesta, sondern wird einfach selbstverständlich praktiziert.

Leider ist der Soundtrack sehr mäßig; – kaum ein prägnantes Thema, vielmehr Akkordsoße mit Ethno-Solisten. Schade.


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Phantastischer Schwedischer Film

Evil

(veröffentlicht unter «Film» um 12:25)

Nachdem mich vor einigen Wochen bereits den schwedischen Spielfilm „Wie im Himmel“ (Så som i himmelen) aus dem Jahr 2004 begeisterte, konnte ich mich letzte Woche erneut an einem Werk aus Skandinavien erfreuen:

Der Film „Evil“ (Ondskan) ist auch keine aktuelle Produktion (aus dem Jahr 2003), aber packend und geradezu atemberaubend spannend, sodass ich ihn hier dringend empfehlen muss!

Ein Rabauke muss seine letzte Chance nutzen, den Schulabschluss zu schaffen, dafür kratzte seine Mutter ihr erspartes zusammen und schickte ihn auf das beste schwedische Internat. Er reisst sich zusammen, doch die Umstände machen es ihm nicht leicht: in den 50er Jahren sorgen die Schüler untereinander für Disziplin, allerdings mit rabiaten Methoden; – die Jüngeren müssen sich den Älteren unterwerfen. Das ist eine harte Prüfung für Erik Ponti (Andreas Wilson), und es soll auch nicht lange gutgehen…

Die Filmmusik ist oft sehr passend, manchmal zu abstrakt und damit störend, der Film aber ist tatsächlich eine Anschaffung fürs DVD-Regal!


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Ein Film, den man nicht sehen muss

Warnung

(veröffentlicht unter «Rezensionen» und «Film» um 13:35)

 Ich gehe ja ziemlich regelmäßig in möglichst alle Filme, nicht nur, um auf dem Laufenden zu bleiben und um neue Entwicklungen bzw. Trends kennenzulernen sondern auch – und das soll ja gestattet sein – um sich gut unterhalten zu lassen.

Deshalb war ich am Freitag in „The Happening“, dem neuen Film von M. Night Shyamalan, der aufgrund der gutgeschnittenen Vorschau versprach, spannen zu werden. Shyamalan hatte mit Sixth Sense, Signs und The Village einige beeindruckende Filme geschaffen, sodass dieser Reinfall umso stärker und überraschender wirkt.

Ein dummer und sehr schwer nachvollziehbarer Plot, alberne Dialoge und vor allem miserable Schauspieler machten die – glücklicherweise kurzen – 90 Minuten zu einer Qual; – auch die solide und vor allem im Intro sehr gute Musik von James Newton Howard konnten da nichts helfen. Im Kino wurde bei Szenen, die spannend oder zumindest misteriös wirken sollten, gelacht und rumgealbert und man konnte nicht mal böse deswegen sein, vielmehr hatte ich mitunter den bestimmt unbeabsichtigten Eindruck, man sieht eine Parodie auf einen Mystery-Thriller.

Schade.


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